Mehr als 60 Architekten aus den Provinzen Modena und Reggio Emilia haben sich am Donnerstag, den 20/10/16 im Temporary Workspace von Ceramiche Coem, dem Firmensitz in Fiorano Modenese, getroffen, um dem Architekten Michele Zini des Studios ZPZ Partners in Modena zuzuhören, der bereit war, das erschienene Publikum an seiner Erfahrung als sowohl in Italien als auch im Ausland anerkannter Planer Anteil nehmen zu lassen.
Ein Nachmittag im Zeichen des Zuhörens und eines intensiven Austauschs in einem gesteckt vollen, aufmerksamen Saal, um von der Gegenwart und der Zukunft des Architektenberufs in einer neuen Situation zu sprechen, die sich nicht mehr ausschließlich um die Verwaltung und räumliche Gestaltung der Orte dreht, sondern um die Planung der Gebiete des Wohnens, in denen man geboren wird, lebt und sich bewegt, lernt und Kultur schafft und die Erziehung und Bildung fördert, kommuniziert und einander begegnet: verschiedene Einsatzebenen an generischen Orten – den Nicht-Orten von Marc Augé – planen. Aber in keinem Fall darf man die anderen Elemente wie zum Beispiel die neuen digitalen und Kommunikationstechnologien, die Stromversorgungsprozesse, die Beziehungsdynamiken auf Gefühls- und Sinnesebene, die nicht räumlichen Dimensionen angehören, außer acht lassen.
Deshalb ist es wichtig, alle Instrumente verwenden zu können, die dem Planer zur Verfügung stehen, einschließlich des intelligenten, bewussten Umgangs mit den „Soft Qualities“ (Licht, Farbe, Materialien, Mikroklima, Infosphäre), die von fast ausschließlich dekorativen Elementen zu den Grundsteinen einer neuen Architektur werden. Wo es den Unterschied machen kann (und einen zum Wettbewerbssieger machen kann), von der richtigen Farbpalette oder einem Eindruck eines Geruchs auszugehen.
Für Michele Zini haben die italienischen Architekten bezüglich der Fähigkeit im Umgang mit den „Soft Qualities“ die Nase vorne. Grund dafür ist vielleicht eine ganzheitliche Herangehensweise an die Planung und eine typisch italienische Charakteristik – die Tendenz zur Dimension des Handwerks – die teils als Mangel erachtet wird, aber die dynamische Elastizität bietet, die oft bei der Verwaltung von Projekten hilfreich ist, die immer stärker im Work-in-progress bestehen und eine Mischung aus Kompetenzen erfordern.
Das Meeting stand unter der Schirmherrschaft der Architektenkammern aus Modena und Reggio Emilia.

 

 

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